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Philosophie

Philosophie und Ethik

 

Im Philosophieunterricht lernt man, klar zu sagen, was man denkt, und gut zu denken, was man sagt. Piet C. Kuiper, ein bekannter niederländischer Psychiater, schreibt: "Ich verdanke meine Karriere zum Teil meiner philosophischen Schulung. Mit ihrer Hilfe ordnen sich die Gedanken und man gibt etwas weniger leichtfertig Unsinn von sich."

Im Fach Philosophie erwirbt man anhand philosophischer Fragestellungen und Probleme grundlegende argumentative, diskursive und logische Strategien. Man erhält Einblick in typische Denkmuster und Argumentationsweisen und lernt damit, sich selbst an schwierigen Diskussionen sinnvoll zu beteiligen. Gerade im Hinblick auf die Notwendigkeit fächerübergreifenden (interdisziplinären) Denkens sind solche Kompetenzen zunehmend gefordert.

Ethik ist die praktische Seite der Philosophie. Entlang der Frage nach dem richtigen und guten Handeln werden grundlegende Wertbegriffe kritisch hinterfragt, diskutiert und durchdacht. Verwendet werden dabei philosophische Methoden und Fragestellungen, die grundsätzlich ergebnisoffen sind, so dass die Schüler hier die Möglichkeit finden, fremde und eigene Ansichten zu hinterfragen. Ziel ist es nämlich nicht, jemandem vorher festgelegt Normen aufzuzwingen. Vielmehr soll jeder dazu befähigt werden, sich im modernen "Dickicht" an Meinungen und Sinnangeboten (Religionen, Jugendgruppierungen, politische Lager usf.) für sich selbst die eigenen Werte und Ziele zu erkennen, den eigenen, richtigen und guten Weg zu finden. Innerhalb unserer freiheitlichen, pluralistischen Werteordnung erfüllt das Fach Philosophie somit eine wichtige Bildungsaufgabe: Die Ethik soll hinführen zu einer autonomen, selbstbestimmten Lebensführung.

 

Von Bernhard Koreng und Max Groh.

 
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