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Judentum in der Region Bad Dürkheim

Projektskizze Aktivitäten Themen

 

 

 

 

Bilder der Ausstellung zur Israel-Reise 2008

 

  

 


 

 

 

 

 

 

 

  


 

Projektskizze: „Judentum in der Region Bad Dürkheim“

 

Das fachübergreifende Projekt „Judentum in der Region Bad Dürkheim“ ist eine Arbeitsgemeinschaft am Werner-Heisenberg-Gymnasium Bad Dürkheim (seit 2011). In diesem Projekt geht es um die Aufarbeitung der Spuren jüdischen Lebens vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit.

Betreut wird die Arbeitsgemeinschaft durch OStR Hanns Franken (Bildende Kunst) und Pfarrer Dr. Markus Sasse (Evangelische Religion) - fachliche Beratung durch Eberhard Dittus (Projekt „DENKMAL“ der Evangelischen Kirche der Pfalz, Prot. Dekanat Neustadt).


Probleme und Anlässe

- Angesichts eines verbreiteten kulturgeschichtlichen und regionalgeschichtlichen Traditionsabbruchs sind grundlegende Kenntnisse über die jüdische Religion in ihrem europäischen Kontext nicht mehr vorauszusetzen.

- Die regionalgeschichtlichen Besonderheiten des vorderpfälzischen Judentums sind weitgehend unbekannt. Dies betrifft vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts (Landjudentum, Weinjuden, Deutsche Weinstrasse, Emigration zu Beginn des Jahrhunderts).

- Angesichts der sich rasant entwickelnden Veränderungen durch Gründung neuer jüdischer Gemeinden besteht die dringende Notwendigkeit sich mit dem Thema Judentum in ganzer Breite (historisch, theologisch und politisch) auseinanderzusetzen. Gesprächspartner sind daher nicht nur Ruinen und Gedenkstätten, sondern auch und vor allem jüdische Mitbürger und Vertreter der regionalen jüdischen Organisationen.

 

Ziele

- Das konkrete Thema „Judentum im regionalen Kontext“ darf nicht vom allgemeinen Rahmen einer jüdischen Religions- und Kulturgeschichte abgekoppelt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst mit diesem allgemeinen Rahmen vertraut gemacht, damit sie dann die konkreten Besonderheiten besser verstehen können.

- Religion, Geschichte und Kultur sind in der europäischen Moderne als zivilisatorische Subsysteme miteinander verbunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen diese inhaltlichen und strukturellen Beziehungen am konkreten Beispiel kennen lernen. Dabei ist eine zentrale Erkenntnis, dass das Judentum aktiver Teil unserer europäischen Kulturgeschichte ist.

- Die Beschäftigung mit diesem Thema dient auch der mündigen Teilnahme an aktuellen schwierigen Diskursen, in denen das Thema Judentum bzw. Israel teilweise auch zu provokativen Zwecken missbraucht wird. Dies betrifft die Themenbereiche Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Integration sowie Umgang mit der eigenen Vergangenheit.

- Die Beschäftigung mit der Geschichte führt zu einer Kompetenz zu Entwicklung und Beurteilung angemessener Gedenkformen (KZ-Gedenkstätten, Opfergedenken, Stolpersteine).

- Juden in Deutschland sind eine wahrnehmbare Realität und nicht nur ein Gegenstand des Gedenkens. Daher dient die Kompetenz im Umgang mit der Geschichte auch der Begegnung mit dem neu entstehenden Judentum in Deutschland.

 

Arbeitsformen

- Durch Intensivkurse zu Überblicksthemen (Jüdische Geschichte, Juden in der deutschen Politik, Jüdische Kultur, Synagogenarchitektur, Religionsgeschichte des Judentums, übergreifende Forschungsprobleme) wird ein thematischer Rahmen erstellt, der die Grundlage für die weitere gemeinsame Arbeit bilden soll.

- Alle Schülerinnen und Schüler erarbeiten selbständig knappe Artikel zum Judentum in Geschichte und Gegenwart – allgemein aber auch im konkreten regionalen Kontext. Diese Artikel (aber auch Karten, Listen und Übersichten) werden auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht. 

- Einige Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiver mit Projektthemen auseinander im Rahmen einer Jahresarbeit (sog. Besondere Lernleistung) oder Facharbeit. Aktuell werden zwei Jahresarbeiten („Judentum und griechische Mythologie“; „Das Chanukka-Fest in Geschichte und Gegenwart) und eine Facharbeit („Verfolgung von Juden während der NS-Zeit in Bad Dürkheim“). Zwei ältere Jahresarbeiten (über den Jerusalemer Tempel und die antike Synagoge) werden gerade für eine Veröffentlichung auf der Homepage ergänzt und überarbeitet.

- Exkursionen sind als Arbeitsformen von besonderer Bedeutung. Sie dienen der Veranschaulichung des Erarbeiteten (wichtige Orte der jüdischen Geschichte, jüdische Museen, neue jüdische Gemeinden) und der Konfrontation mit der Geschichte (KZ-Gedenkstätten, jüdische Stadtführungen, Archive). Zentrale Arbeitsformen sind hier Begegnung und Gespräch.

- Geplant sind auch die Arbeit mit Zeitzeugen (Kooperation mit dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde) und die Aufarbeitung von Lebensläufen verfolgter bzw. ermordeter Juden aus der Region (Archivarbeit).  

- Publiziert werden die Ergebnisse nicht nur auf der Homepage. Geplant ist die Erarbeitung eines kleinen Stadtführers zum Thema „Jüdische Spuren in Bad Dürkheim und Wachenheim“. Weiterhin werden die Ergebnisse Eingang finden in das Publikationsprojekt „Jüdische Lern-Orte in der Pfalz“.

 


 

  

Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft

 Vergangene Aktivitäten

 

17.08.11: Exkursion nach Wachenheim und Friedelsheim

- Jüdischer Friedhof in Wachenheim

- Ehemalige Dorfsynagoge in Friedelsheim

18.08.11: Exkursion nach Speyer

- Salierausstellung (Historisches Museum der Pfalz)

- Judenhof mit Synagoge, Mikwe und Museum

- Gespräch mit Kirchenrat Thomas Niederberger (Evangelische Kirche der Pfalz) über den jüdisch-christlichen Dialog

http://museum.speyer.de/dyndata/Handreichung_Salier.pdf

 

http://www.speyer.de/de/tourist/sehenswert/judenhof

http://www.christen-und-juden.de/html/synagSP.html

30.08.11: Präsentation: Einführung in die Geschichte des Judentums (Teil 1)

- Vortrag mit Diskussion, WHG Raum 1.22

- Antike und Mittelalter (Religion und/oder Volk, Rechtsstatus, Verfolgungen, SchUM-Städte)

http://www.museum.speyer.de/dyndata/Handreichung_Europas_Juden.pdf

http://www.youtube.com/watch?v=ekY8wMfZx4g

http://www.youtube.com/watch?v=J2NPNRWq2x8

http://www.christen-und-juden.de/html/kukatz3.htm#top

http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/?q=links/judentum.htm

04.09.11: Tag der Jüdischen Kultur in Straßburg

- Vorbereitende Exkursion

http://www.lpb-bw.de/fileadmin/gedenkstaetten/pdf/etjk2011.pdf

 

19.09.11: Präsentation: Einführung in die Geschichte des Judentums (Teil 2)

- Vortrag mit Diskussion, WHG Raum 1.22

- Moderne (Aufklärung, Emanzipation, Zionismus)

http://www.bpb.de/publikationen/K93UHR,0,0,Juden_in_Europa.html

 

24.10.11: Konsultation zum Kairos-Palästina-Dokument mit Pfr. Dr. Mithri Raheb (Bethlehem)

- Friedenskirche Kaiserslautern 15.30-20.00 Uhr

Dokumente unter

http://www.evangelische-arbeitsstelle.de/?id=92

03.11.11: Stadtrundgang in Bad Dürkheim

- "Toleranz fördern- Kompetenz stärken" Veranstaltungsreihe in Bad Dürkheim

- Spurensuche, Jüdisches Leben in Bad Dürkheim
- Haus der Kirche, Innenhof, Kirchgasse 9

Stadtrundgang

 

09.12.11: Ehemalige Synagoge Deidesheim

- Besichtigung

- Nachbesprechung

http://www.land-und-leute-ev.de/pdf-files/LandsynagogenB.pdf

 

18.01.12 Vortrag Universität Heidelberg

- 19.00 Uhr Neue Universität
- "Zankapfel Bibel: Der Konflikt zwischen deutschen und jüdischen Wissenschaftlern um die richtige Auslegung der Schrift“ (Prof. Dr. Manfred Oeming)

 

15.03.2012
Frank-Loebsches-Haus - 20.00 Uhr
Landau
"Die gegenwärtige Situation der Juden in der Pfalz"

Vortrag von Daniel Nemirowsky (Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz)

 

27.-30.4.2012

Exkursion nach Berlin

- Jüdisches Museum

- Scheunenviertel

- Friedhof Weissensee

- Synagoge Oranienburger Strasse

- Holocaust-Mahnmal

 

Exkurison nach Berlin

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Übersicht der Themen des Projekts:

(unterstrichene Zeilen sind Links zu ausgearbeiteten Themen)

Allgemeine Voraussetzungen
Geschichte   Religion   Kultur

Geschichte des Judentums

 

Inhaltliche Grundlagen

- Monotheismus

- Erwählung / Bund

- Reinheit und Kult

- Tempel und Synagoge

- Rabbi

- Talmud

- Das Judentum als ethische Religion

 

Jüdische Kunst

- Bilderverbot

- Synagogenkunst

Geschichte der Juden in Deutschland

 - Sozialgeschichte (Integration, Akkulturation, Emanzipation, Inklusion)

- Religionsgeschichte

- Zusammenhang von Religion und Kultur

- Aufklärung und Traditionalismus

- Judentum und Nationalismus

- Europäische Perspektive

 

Jüdische Richtungen

- Aschkenasisch / Sephardisch

- Traditionelles bzw. Reformjudentum

Das deutsche Judentum vor 1933

Das deutsche Judentum nach 1945

Das deutsche Judentum seit 1989

 

Synagogenarchitektur

- Vorbilder

- Trennung der Geschlechter

- Multifunktionale Räume

Geschichte der Juden am Oberrhein

- Pfalz und Baden

- Elsass

- Schweiz

 

Jüdische Begräbniskultur

 

Jüdische Literatur

Geschichte der pfälzischen Gemeinden

- Bad Dürkheim

- Germersheim

- Neustadt an der Weinstrasse

- Rülzheim

- Speyer

- Landau

 

Jüdische Feste

 

Jüdische Musik

   

Gottesdienstformen

   
   

Jüdische Symbole

   

 

Konkretionen

Synagogen im Raum Bad Dürkheim

Weinjuden

Jüdische Friedhöfe in der Pfalz

- Wachenheim

- Kirchheim

- Rülzheim

- Herxheim

- Venningen

Beispiele für Assimilation und Akkulturation

Jüdisches Leben in der Pfalz – Zahlen und Fakten

Juden in der Lokalpolitik

 

Angemessene Gedenkformen

Gedenktafeln

Stolpersteine

Veröffentlichungen von Namenslisten

Ehemalige KZs

- Neustadt (Patenschaft angeregt)

Jüdische Stadtrundgänge

- Stadtführer „Juden in Bad Dürkheim und Wachenheim

- Führer „Jüdische Erinnerungsorte in der Pfalz“

Kooperationen mit heutigen jüdischen Gemeinden

- Jüdische Kultusgemeinde Rheinpfalz (zugesagt)

 

 

 

 

 
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