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Das Patenprojekt

 

 

Das Patenprojekt am WHG

 

 
 

Die Entstehung des Projekts

 

Paten für die neuen Fünftklässler gab es schon längere Zeit unter dem Dach der SV.
Im Rahmen eines informellen Gesprächs mit Mitarbeiterinnen des Jugend- und Kinderbüro (JuKiB) in Bad Dürkheim im September 2006 mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zwischen JuKiB und WHG zu finden, kam der Anstoß, dass die Ausbildung der Paten und Patinnen während der Intensivwoche durch die Mitarbeiterinnen des JuKiB durchgeführt werden könnte. Wir konnten dabei auf die Erfahrung des JuKiB im Bereich der „Teamercard“ zurückgreifen.

Zur Erlangung der Teamercard absolvieren die Jugendlichen eine Ausbildung im JuKiB, um als Gruppenleiter bzw. Babysitter qualifiziert zu arbeiten. Die Verant-wortlichen im JuKiB, haben, in Anlehnung an die Teamercard, die Patenausbildung den Anforderungen an das Patenamt angepasst. Ziel war es, die Patenschaften, die bis dahin unter der alleinigen Regie der SV standen, mit einer angemessenen Ausbildung zu versehen, soziales Engagement mehr zu fördern und an die Schulöffentlichkeit zu bringen und die Patenschaften etwas straffer zu organisieren.

Ab Herbst 2006 haben Herr Bauer und ich zusammen mit dem JuKiB das Patenprojekt entwickelt, so dass im Sommer 2007 die ersten Paten ausgebildet wurden und ihre Patenklassen im Schuljahr 2007/08 übernahmen. Seither haben die Mitarbeiterinnen des JuKiB etwa 150 Paten und Patinnen des WHG für ihre ehrenamtliche Tätigkeit fit gemacht. Das Patenprojekt wurde mehrfach intern und extern evaluiert und ständig angepasst und ergänzt.

 

Die Paten

 

Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse engagieren sich freiwillig als Patinnen und Paten: Als Teams übernehmen sie die Klassen der Jahrgangsstufe 5 und begleiten ihre Klasse dann während der Orientierungsstufe.

Zur Vorbereitung lassen wir am Ende von Klasse 8 für jede 5. Klasse vier bis fünf Paten ausbilden. Diese Ausbildung durch das JuKiB beinhaltet Entwicklungs-psychologie, Pädagogik, Erste Hilfe, Organisation von Veranstaltungen und rechtliche Aspekte wie Aufsichts- und Schweigepflichten.

Im Vorfeld müssen sich die Schülerinnen und Schüler dabei als Gruppe anmelden, in der Mädchen und Jungen sind, damit beide Geschlechter repräsentiert sind. Die Bewerber und Bewerberinnen müssen zuverlässig sein und ein gutes Sozialverhalten in der Klasse an den Tag legen. Sie sollen bei den schulischen Leistungen so gut sein, dass sie Zeit für das Amt erübrigen können. Da immer mehr Bewerbungen eingehen als wir 5. Klassen haben, ist eine Auswahl der zukünftigen Patengruppen nötig, die wir in Zusammenarbeit mit den Klassenleiterinnen und Klassenleitern der Jahrgangsstufe 8 treffen.

Die Patenteams unterstützen die Integration der neuen Fünftklässler: Sie begleiten ihre Klasse und helfen so den Neuen beim Übergang von der Grundschule zum WHG. Durch die gemeinsamen Aktivitäten stärken sie das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse. Dabei sollen sie Ansprechpartner für die kleinen und großen Sorgen und Nöte der Kinder sein.

Zu den Pflichtaufgaben gehören die Betreuung der neuen Fünftklässler in den ersten Wochen, z.B. während der Pausen, die Begleitung beim Wandertag zum Oppauer Haus und das Einstudieren eines Programmteils für den von der SV veranstalteten Adventsnachmittag. Weiterhin werden oft weitere Aktivitäten wie z.B. Film-nachmittage im WHG, Besuche auf dem Wurstmarkt oder Minigolfspielen im Kurpark angeboten.

Das Patenprojekt fördert und erweitert die über- und außerfachliche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler: Interagieren in heterogenen Gruppen, Kommunikations-training, Organisationskompetenz, Selbstständigkeit, Problemlösungskompetenz, Einschätzung eigener Stärken und Schwächen, Umgang mit Fehlern.

Sie erhalten von der Schule einen differenzierten Nachweis über ihr ehrenamtliches Engagament.

 

Das Patenprojekt im Orientierungsrahmen Schulqualität

 

Die Rahmenbedingung werden von Seiten der Bildungspolitik vorgegeben, für das Patenprojekt steht der Kompetenzerwerb in heterogenen Gruppen im Vordergrund:

Neben überfachlichen Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Organisations-kompetenz und Problemlösungskompetenz werden auch außerfachliche Kompetenzen wie die Interaktion in heterogenen Gruppen (Patengruppe und Patenklasse) und autonome Handlungsfähigkeit gefördert und weiterentwickelt.

Schulische und unterrichtliche Prozesse dienen dem Erwerb dieser Kompetenzen: Dafür arbeiten wir eng mit verschiedenen professionellen Partnern zusammen: Mit dem JuKiB und dem Roten Kreuz als externen Kooperationspartner sowie intern mit den beteiligten Klassenleitungen in den Klassen 5 und 8, den Stufenleitern der Sekundarstufe I und den Verbindungslehrern.

Im Vordergrund des Prozesses stehen die Mitwirkung im Schulleben, der differenzierte Umgang mit heterogenen Gruppen sowie Aufbau und Pflege von Beziehungen innerhalb und außerhalb der Schule. Dies schließt die Information der beteiligten Eltern ein. Das Patenprojekt leistet durch Konfliktmanagement und Gewaltprävention einen Beitrag für eine tolerante Schule.

Im Sinne einer Qualitätsprogrammarbeit wird das Projekt ständig durch interne und externe Evaluation überprüft und angepasst.

Ergebnisse und Wirkungen des Patenprojekts sind vielfältig: Ein positiver Einfluss auf das Schulklima sowie die Zufriedenheit der Beteiligten gehören sicher dazu. Durch einen schriftlichen Nachweis der Patentätigkeit tragen wir zur Möglichkeit einer differenzierten Portfolioauswertung bei.

 

Für die Zukunft:

 

Wir wollen die stärkeren Vernetzung des Patenprojekts vorantreiben. Dies betrifft zunächst intern die Zusammenarbeit u.a. mit der SV und den Streitschlichtern. Auch der Ausbau der Kontakte nach außen ist wichtig, der Austausch mit dem JuKiB oder mit anderen Schulen, die auch ein Patenprojekt haben, kann uns neue Perspektiven eröffnen. Die Präsentation des Patenprojekt auf der WHG-Homepage soll diese Vernetzung unterstützen.

 
 

Die Schulgemeinschaft profitiert durch das Patenprojekt. Es leistet einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des „Lebensraums Schule“.

Momentan unterstützen mich als weitere Lehrkräfte Frau Acker und Herr Bauer und viele andere Kollegen bei dem Patenprojekt.

 

Ulrich Müller

 

 

 

 
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