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Suchtprävention

Kontakt

67098 Bad Dürkheim
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e-mail:whg@whgonline.de

Suchtprävention am WHG-  Wir tun was!



Gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich in der Schule wieder, so dass auch Sucht und Drogenprobleme nicht vor dem Schultor Halt machen. Dies fordert die Aufmerksamkeit und das Engagement nicht nur der Eltern, sondern auch der Lehrerinnen und Lehrer, um eine frühzeitige, langfristige und kontinuierliche suchtpräventive Arbeit realisieren zu können.

Was kann die Schule tun?

- Schule kann durch ein positives Schulklima, eine entsprechende pädagogische Grundhaltung und durch Einsatz passender Methoden im Unterricht zur Entwicklung der „Lebenskompetenzen“ ( siehe unten) beitragen
- Schule kann über Suchtmittelkonsum und dessen Folgen informieren und aufklären
- Die Schulgemeinschaft kann ein positives Vorbild sein (z.B. Rauchfreie Schule…)


Was läuft am WHG

Die Einbettung des Themas in den laufenden Biologieunterricht:
Klassenstufe 5/6:    Gesunde Ernährung, Gefährdung der Atmungsorgane durch Rauchen
Klassenstufe   7:      s. „Projekte“ , Gefährdung der Atmungsorgane durch Rauchen
Klassenstufe   8:      kein Biologieunterricht, s. „Projekte“
Klassenstufe   9:      Wirkung von Drogen und Alkohol auf das Nervensystem
Klassenstufe 10:     Gesunde Ernährung/Essstörungen
Oberstufe:                Wirkung von Drogen auf das Nervensystem



Projekte in einzelnen Klassenstufen:


Klassenstufe 7
Wir gehen mit der gesamten Klassenstufe in das  Bad Dürkheimer Krankenhaus zu einer Raucherpräventionsveranstaltung, die Herr Dr. Ramisch für uns hält.

Klassenstufe 8:

-    Mädchentage „So wie ich bin“ für bis zu 16 Mädchen (Teilnahme freiwillig), B. Staubert-Kuhn.  Diese 3 Tage im „Jukib“ Bad Dürkheim sind der Entwicklung der Lebenskompetenzen gewidmet: Wir machen Teamspiele, Lernen uns selbst kennen, führen intensive und interessante Gespräche und Diskussionen, tanzen, malen, massieren, träumen, spielen Theater... Das genaue Programm hängt von den aktuellen Bedürfnissen der Gruppe ab.

- Jungentage "Ich ist ein anderer!" für ca 20 Jungen (Teilnahme freiwillig): T. Heinze und U. Müller. Wir setzen uns mit uns und unseren Grenzen auseinander.


-    „FOG – Benebelt? Nein Danke!“ ein Vormittag zum Thema Alkohol und Nikotin: an 6 Stationen wird Wissen eher „spielerisch“ erarbeitet: Wissensquiz, Roller-Wettrennen mit Rauschbrillen, Düfte raten, Pantomime, Entspannungsübungen, "Vom Genuss zur Sucht sind die Grenzen fließend"

Klassenstufe 9:

Hier gibt es eine Veranstaltung zum Thema: „Neue Medien-Fluch oder Segen“ 


Klassenstufe 10:
Unseren zukünftigen Fahranfängern bieten wir eine Veranstaltung zum Thema: „Drogenerkennung im Straßenverkehr" an. Diese Veranstaltung wird von der Polizei Bad Dürkheim durchgeführt.

 

In der Oberstufe findet die Suchtprävention in den  Biologie-Religions- und Ethikkursen statt.


 
Und hier noch ein paar Fragen und Antworten für Interessierte:


Wovon kann man abhängig werden?

Legale Suchtmittel                     Illegale Suchtmittel                  Süchtiges Verhalten

Nikotin (Rauchen)                                         Cannabis (Hasch, Marihuana…)                 Computer (Spielen, Surfen,Chatten..)
Alkohol                                                          Ecstasy                                                       Essen/Abnehmen (Magersucht,
Medikamente (Beruhigungsmittel,                 Kokain                                                        Bulimie, Esssucht..)                                                               
Aufputschmittel..)                                          Heroin                                                         Kaufen   
                                                                                                                                         Arbeiten


                
Was bedeutet Sucht?

Der Begriff Sucht bzw. Abhängigkeit steht für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird.
Alles Denken und Handeln wird hauptsächlich auf dieses Verlangen hin ausgerichtet. Der Konsum des Stoffes/ das Verhalten kann nicht mehr kontrolliert werde, eine Abstinenz ist nicht möglich. Abhängigkeit beeinträchtigt die freie Entfaltung der Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Menschen beeinträchtigen oder zerstören. Abhängigkeit ist eine Krankheit und keine Willens- oder Charakterschwäche.
 

 

 

Vom Genuss zur Sucht sind die Grenzen fließend:

Genuss    >   Gebrauch   >   Missbrauch  > Sucht





Was sind die Ursachen der Suchtentstehung?

Die Gründe warum ein Mensch Suchtverhalten entwickelt sind vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden. In der Regel ist es ein Zusammentreffen von unterschiedlichen Ursachen, die man den folgenden Bereichen zuordnen kann:

 

Person

Aktuelle Befindlichkeit,

Pers. Ressourcen, Lebensgeschichte

Umwelt

Soziales Umfeld (Beziehungen, Schule/Beruf)

Gesellschaft

Einstellungen u. Normen,Medien ...

Droge

Verfügbarkeit,Art der Droge,

Konsummuster,Dosis ...

 


Welche Funktion übernimmt der Substanzkonsum / das süchtige Verhalten?
 


•    Emotionsregulation

–    emotionaler Ausgleich (z.B. Beruhigung), da Stress mit entsprechenden Emotionen verbunden ist.

–    Ablenkung durch emotionale Aktivierung

–    Wohlbefinden durch Genuss

 

•    Identitätsregulation

–    z. B. Symbolische Vorwegnahme des Erwachsenenalters

–    Ausdruck von Coolness oder Risikofreude

–    Ausdruck einer bestimmten Identität


•    Beziehungsregulation

–    Freundschaften aufbauen; einer Clique zugehören

–    Soziale Hemmschwellen abbauen

–    Geselligkeit erzeugen

 


Was schützt davor abhängig zu werden?

Es sind bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften, die den Einzelnen davor schützen in eine Abhängigkeit zu geraten. Diese „Lebenskompetenzen“ erwirbt man im sozialen Miteinander in Elternhaus, Freundeskreis und Schule und auch als Erwachsener wird man dabei nie auslernen.

personale Schutzfaktoren

•    Beziehungs- und Konfliktfähigkeit (Kommunikationsfähigkeiten)

•    realistische Selbsteinschätzung (positive Seiten + Grenzen)

•    hohe Eigenaktivität (Langeweile vertreiben, sich selbst angenehm beschäftigen können)

•    ausreichende Selbstachtung

•    hoher Selbstwert (sich so annehmen, wie man ist)

•    möglichst viele verschiedene positive Bewältigungsstrategien für Stress und Alltagsprobleme


 soziale Schutzfaktoren

•    gutes Verhältnis zu den Eltern (Vertrauen und Unterstützung in schwierigen Situationen)

•    Freundschaften zu Gleichaltrigen (Vertrauen, Unterstützung und Deutungshilfe im Alltag)

geringe Belastungen/Stress durch schulische Umwelt, d.h. gutes Schulklima, positives Klassenklima, vertrauensvolle und mitmenschliche Beziehung zu Lehrerinnen und Lehrern  

 


Brigitte Staubert-Kuhn                

Beauftragte für Suchtprävention am WHG.
Falls Sie Rückfragen oder Anregungen haben, bin unter der email Adresse: stk@whgonline.de für Sie erreichbar.
 

 
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