Suchtprävention am WHG-  Wir tun was!

 

Beauftragte für Suchtprävention:            Astrid Lueb und Daniel Knoll

Bei Fragen, Wünschen und Anregungen sind wir beide gerne anzusprechen!


Gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich in der Schule wieder, so dass auch Sucht- und Drogenprobleme nicht vor dem Schultor Halt machen. Dies fordert die Aufmerksamkeit und das Engagement nicht nur der Eltern, sondern auch der Lehrerinnen und Lehrer, um eine frühzeitige, langfristige und kontinuierliche suchtpräventive Arbeit realisieren zu können.

Was kann die Schule tun?

- Schule kann durch ein positives Schulklima, eine entsprechende pädagogische Grundhaltung und durch Einsatz passender Methoden im Unterricht zur Entwicklung der „Lebenskompetenzen“ ( siehe unten) beitragen
- Schule kann über Suchtmittelkonsum und dessen Folgen informieren und aufklären
- Die Schulgemeinschaft kann ein positives Vorbild sein (z.B. Rauchfreie Schule…)


Was läuft am WHG

Die Einbettung des Themas in den laufenden Biologieunterricht:
Klassenstufe 5/6:    Gesunde Ernährung, Gefährdung der Atmungsorgane durch Rauchen
Klassenstufe   7:      s. „Projekte“ , Gefährdung der Atmungsorgane durch Rauchen
Klassenstufe   8:      kein Biologieunterricht, s. „Projekte“
Klassenstufe   9:      Wirkung von Drogen und Alkohol auf das Nervensystem
Klassenstufe 10:     Gesunde Ernährung/Essstörungen
Oberstufe:                Wirkung von Drogen auf das Nervensystem

 

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Die gesamte Suchtprävention unserer Schule befindet sich aktuell in einer Umbauphase, deren Ziel eine neue Gesamtkonzeption ist. Deshalb werden momentan stufenweise neue Projekte erprobt. Bestehen sie den Praxistest, werden sie in die neue Gesamtkonzeption übernommen.

 

Zur Seite stehen uns die Sozialarbeiterinnen Annette Hargesheimer direkt am WHG sowie Melanie Eckstein von der Diakonie Bad Dürkheim.

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Neue Projekte in den einzelnen Klassenstufen

 

alle Klassen:  „Fit-for-future-teens“ → eine Gesundheitsinitiative der Cleven-Stiftung in Zusammenarbeit  mit der DAK-Gesundheitskasse zu Themen wie Ernährung, Bewegung und Entspannung

 

Klasse 5 bis 10:  „Beware“ → Projekt zur Förderung der Stressresilienz sowie der mentalen Gesundheitskompetenz

 

Klasse 7:   Zwei „What´s-up“-Gesundheitsaktionstage → Viele Workshops zur Gesundheitsfürsorge und als Alternative zum Suchtmittelkonsum, wie zum Beispiel Hip-Hop, Ernährung, Selbstverteidigung..

 

Klasse 8: 

- „Der perfekte Pegel“ → Filmprojekt zum Umgang Jugendlicher mit Alkohol: Aufklärung von Risiken, Jugendschutzgesetz und Regeln zum Schutz vor Missbrauch

- Actionbound zum „Klarsichtparcours“ → Wirkung von Alkohol wird zum Beispiel über eine Rauschbrille thematisiert

 

Klasse 9: „Der grüne Koffer“ → Aufklärung zum Thema Cannabis

 


 
Und hier noch ein paar Fragen und Antworten für Interessierte:


Wovon kann man abhängig werden?

Legale Suchtmittel                                               Illegale Suchtmittel                                                  Süchtiges Verhalten

Nikotin (Rauchen)                                         Cannabis (Hasch, Marihuana…)                 Computer (Spielen, Surfen,Chatten..)
Alkohol                                                           Ecstasy                                                         Essen/Abnehmen (Magersucht,
Medikamente (Beruhigungsmittel,            Kokain                                                          Bulimie, Esssucht..)                                                               
Aufputschmittel..)                                          Heroin                                                          Kaufen   
                                                                                                                                                Arbeiten

               
Was bedeutet Sucht?

Der Begriff Sucht bzw. Abhängigkeit steht für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird.
Alles Denken und Handeln wird hauptsächlich auf dieses Verlangen hin ausgerichtet. Der Konsum des Stoffes/ das Verhalten kann nicht mehr kontrolliert werde, eine Abstinenz ist nicht möglich. Abhängigkeit beeinträchtigt die freie Entfaltung der Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Menschen beeinträchtigen oder zerstören. Abhängigkeit ist eine Krankheit und keine Willens- oder Charakterschwäche.

 

Vom Genuss zur Sucht sind die Grenzen fließend:

Genuss    >   Gebrauch   >   Missbrauch  > Sucht


Was sind die Ursachen der Suchtentstehung?

Die Gründe warum ein Mensch Suchtverhalten entwickelt sind vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden. In der Regel ist es ein Zusammentreffen von unterschiedlichen Ursachen, die man den folgenden Bereichen zuordnen kann:

 

Person

Aktuelle Befindlichkeit,

Pers. Ressourcen, Lebensgeschichte

Umwelt

Soziales Umfeld (Beziehungen, Schule/Beruf)

Gesellschaft

Einstellungen u. Normen,Medien ...

Droge

Verfügbarkeit,Art der Droge,

Konsummuster,Dosis ...


Welche Funktion übernimmt der Substanzkonsum / das süchtige Verhalten?


•    Emotionsregulation

–    emotionaler Ausgleich (z.B. Beruhigung), da Stress mit entsprechenden Emotionen verbunden ist.

–    Ablenkung durch emotionale Aktivierung

–    Wohlbefinden durch Genuss

 

•    Identitätsregulation

–    z. B. Symbolische Vorwegnahme des Erwachsenenalters

–    Ausdruck von Coolness oder Risikofreude

–    Ausdruck einer bestimmten Identität


•    Beziehungsregulation

–    Freundschaften aufbauen; einer Clique zugehören

–    Soziale Hemmschwellen abbauen

–    Geselligkeit erzeugen


Was schützt davor abhängig zu werden?

Es sind bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften, die den Einzelnen davor schützen in eine Abhängigkeit zu geraten. Diese „Lebenskompetenzen“ erwirbt man im sozialen Miteinander in Elternhaus, Freundeskreis und Schule und auch als Erwachsener wird man dabei nie auslernen.

personale Schutzfaktoren

•    Beziehungs- und Konfliktfähigkeit (Kommunikationsfähigkeiten)

•    realistische Selbsteinschätzung (positive Seiten + Grenzen)

•    hohe Eigenaktivität (Langeweile vertreiben, sich selbst angenehm beschäftigen können)

•    ausreichende Selbstachtung

•    hoher Selbstwert (sich so annehmen, wie man ist)

•    möglichst viele verschiedene positive Bewältigungsstrategien für Stress und Alltagsprobleme


 soziale Schutzfaktoren

•    gutes Verhältnis zu den Eltern (Vertrauen und Unterstützung in schwierigen Situationen)

•    Freundschaften zu Gleichaltrigen (Vertrauen, Unterstützung und Deutungshilfe im Alltag)

geringe Belastungen/Stress durch schulische Umwelt, d.h. gutes Schulklima, positives Klassenklima, vertrauensvolle und mitmenschliche Beziehung zu Lehrerinnen und Lehrern  

 


Brigitte Staubert-Kuhn             
Beauftragte für Suchtprävention am WHG.


Falls Sie Rückfragen oder Anregungen haben, bin unter der email Adresse: stk(at)whgonline(dot)de  für Sie erreichbar.